Dreimal im Jahr liefert Salesforce Releases, die Ihren Setup Schritt für Schritt weiterentwickeln: neue Features, Performance-Optimierungen, Sicherheits-Updates und manchmal auch Verhaltensänderungen, auf die Sie sich vorbereiten sollten. Summer ’26 wird – wie üblich – gestaffelt ausgerollt. Die genauen Termine für Ihre Instanz finden Sie über Salesforce Trust unter „Maintenance“. Die offiziellen Release Notes und „Release in a Box“-Unterlagen stehen über die Salesforce Releases Seite zur Verfügung und werden laufend ergänzt.
Die Salesforce Summer ’26 Release markiert einen klaren Schritt in Richtung „Agentic Enterprise“, in dem Menschen und KI-Agenten eng zusammenarbeiten. Mit Agentforce stehen autonome Agenten im Fokus, die Aufgaben in Sales, Service und Marketing übernehmen – unterstützt durch das Rebranding der zentralen Clouds. Gleichzeitig werden Admin- und Developer-Erfahrungen verbessert, während Legacy-Systeme konsequent abgelöst werden. Auch Marketing Cloud Next wird durch AMPscript praxisnäher. Insgesamt zeigt die Release eine klare Entwicklung hin zu mehr KI, Integration und moderner Plattformarchitektur.
Innerhalb der Pipeline Inspection wurde eine neue Heatmap im Activity-Feld eingeführt, die auf Basis der Interaktionen der letzten 30 Tage die Beziehungsqualität visualisiert. Vertriebsmitarbeitende können dadurch schnell erkennen, welche Opportunities aktiv gepflegt werden und bei welchen Accounts ein Risiko besteht, da wenig Engagement stattfindet.
Administratoren erhalten deutlich mehr Kontrolle über das Verhalten von KI-Agenten. Es kann granular definiert werden, welche Felder automatisch durch den Sales-Agent aktualisiert werden dürfen und bei welchen Änderungen eine manuelle Überprüfung erforderlich ist. Dadurch lässt sich ein Gleichgewicht zwischen Automatisierung und Governance herstellen.
Auf der Opportunity wird eine zentrale Übersicht über alle Marketing-Interaktionen bereitgestellt. Sales kann somit direkt nachvollziehen, welche Kampagnen, Inhalte oder Touchpoints ein Prospect durchlaufen hat, ohne zwischen Systemen wechseln zu müssen. Dies verbessert die Abstimmung zwischen Marketing und Vertrieb erheblich.
KI-Agenten können eigenständig SLA-relevante Kommunikationsschritte übernehmen, beispielsweise das Versenden von Statusupdates oder Erinnerungen. Dadurch wird sichergestellt, dass Kunden proaktiv informiert bleiben, während sich Service-Mitarbeitende auf komplexere Fälle konzentrieren können.
Die Priorisierung von Work Items wurde erweitert, sodass nun der ursprüngliche Anfragezeitpunkt berücksichtigt werden kann und nicht nur der Zeitpunkt der Queue-Zuweisung. Zusätzlich lassen sich Work Items gezielt für einen späteren Zeitpunkt einplanen, was insbesondere bei geplanten Follow-ups oder zeitgesteuerten Prozessen relevant ist.
Die automatisch generierten Zusammenfassungen von Cases stehen nun auch in der jeweiligen Nutzersprache zur Verfügung. Dies erleichtert es global verteilten Teams, sich schnell einen Überblick über den bisherigen Verlauf eines Falls zu verschaffen.
Die Unterstützung von AMPscript erleichtert den Übergang von bestehenden Marketing Cloud Engagement Setups. Bestehende Personalisierungslogiken können weiterhin genutzt werden, wodurch der Migrationsaufwand reduziert und Know-how im Team weiterhin genutzt werden kann.
Neue vorgefertigte Flow-Templates unterstützen bei der schnellen Implementierung von Formularen zur Lead-Erfassung inklusive Consent-Management. Dies reduziert den Implementierungsaufwand und sorgt gleichzeitig für konsistente Prozesse.
Ein neuer Nurturing-Agent analysiert aktive Opportunities und identifiziert relevante Buying Groups. Auf dieser Basis werden automatisiert passende Marketing-Touchpoints orchestriert, wodurch Marketing und Vertrieb enger miteinander verzahnt werden.
Vorteile für den Vertrieb
Bessere Priorisierung und höhere Abschlussraten durch KI-Insights und eine zentrale Sicht auf alle Kundeninteraktionen.
Vorteile im Kundenservice
Schnellere Case-Bearbeitung und weniger manueller Aufwand durch Automatisierung und intelligente Priorisierung.
Vorteile für Marketing
Effizientere, personalisierte Kampagnen und engere Verzahnung mit Sales durch KI und moderne Kommunikationskanäle.
Dieses neue Feature erfasst automatisch alle Datensätze, die während der Datenaufnahme fehlschlagen, und speichert sie in einem separaten Data Lake Object. Admins können diese fehlerhaften Records direkt im Data Explorer analysieren, Ursachen wie Formatierungs- oder Mapping-Probleme identifizieren und gezielt beheben – ohne dass Daten verloren gehen oder erneut importiert werden müssen.
Mit dieser Funktion können Veränderungen von berechneten Kennzahlen über die Zeit hinweg nachvollzogen werden. Statt nur den aktuellen Wert zu sehen, lassen sich Trends analysieren, beispielsweise die Entwicklung des Customer Lifetime Value über mehrere Monate, direkt im Salesforce Reporting.
Flows können nun direkt durch Events aus Data 360 (z. B. Streaming Data Model Objects) ausgelöst werden. Dadurch wird es möglich, nahezu in Echtzeit auf Datenänderungen zu reagieren und automatisierte Prozesse oder Aktionen sofort anzustoßen, etwa für personalisierte Kommunikation oder interne Workflows.
Slack wird zur primären Kollaborationsplattform in Salesforce – Chatter ist in neuen Orgs standardmäßig deaktiviert, und sogenannte Salesforce Channels bringen Slack direkt auf Record Pages, sodass Teams direkt auf Accounts, Opportunities oder Cases zusammenarbeiten können.
Genehmigungsprozesse werden vollständig in Slack integriert – inklusive Echtzeit-Benachrichtigungen, Approval/Reject direkt im Chat und KI-generierten Zusammenfassungen, die schnellere und fundiertere Entscheidungen ermöglichen.
Mit spezialisierten Agenten und Automationen können Teams Prozesse wie IT-Requests, Kampagnensteuerung oder Case Management direkt in Slack ausführen, wodurch operative Workflows ohne Systemwechsel gesteuert werden können.
Salesforce führt mit dem AgentExchange einen zentralen Marktplatz ein, der AppExchange, Agent-basierte Lösungen und den Slack Marketplace vereint. Admins können dadurch Apps, KI-Agenten und Integrationen an einem Ort entdecken und direkt in ihre Umgebung integrieren.
In neuen Orgs ist Chatter nicht mehr automatisch aktiv, was die klare strategische Ausrichtung auf Slack als zentrale Kollaborationslösung unterstreicht.
Apex-Operationen laufen nun standardmäßig im User Mode, wodurch automatisch die Berechtigungen des aktuellen Nutzers berücksichtigt werden und Sicherheitsrisiken reduziert werden.
Möchten Sie wissen, wie KI-Agenten in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden können? Dann sehen Sie sich unsere Seite zu Agentforce an – dort finden Sie konkrete Anwendungsfälle und praktische Tipps für den Einstieg.
Mit der Summer ’26 Release setzt Salesforce einen klaren Fokus auf KI und das Zusammenspiel von Mensch und Agent im sogenannten „Agentic Enterprise“. Neue Funktionen in Agentforce, Data 360 und Slack helfen dabei, Prozesse intelligenter zu automatisieren, Daten besser zu nutzen und die Zusammenarbeit im Unternehmen neu zu denken. Nutzen Sie die Möglichkeit, diese Innovationen frühzeitig zu verstehen und gezielt einzusetzen – sei es im Vertrieb, im Service oder im Marketing. So stellen Sie sicher, dass Ihre Salesforce-Umgebung optimal auf die nächsten Schritte der digitalen Transformation vorbereitet ist.
Stefan Unfried
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